Die typischen Symptome bei Schnupfen.

Wenn der Körper dem Angriff von Erkältungsviren z.B. Rhinoviren ausgesetzt ist, reagiert er mit Schnupfen – auch Rhinitis genannt. Schnupfenviren gelangen über die Atemluft in die Nasenschleimhäute. Die dort sitzenden Flimmerhärchen sind dazu da, Fremdkörper wie beispielsweise Staubpartikel aufzufangen. Sie werden durch die Schleimhäute mit einem Sekret befeuchtet und bilden die erste Barriere gegen unerwünschte Viren. Dennoch gelangen Viren hin und wieder in unsere Nasenhöhlen und überwinden die Barriere– in diesem Fall infizieren sie unsere Schleimhautzellen und rufen so eine Entzündung hervor.

TIPPS GEGEN SCHNUPFEN

  • Beim viralen Schnupfen kann man nur versuchen, die Symptome zu lindern und die Genesung zu beschleunigen
  • Nötige Ruhe und ausreichend Flüssigkeit sind die wichtigsten Mittel bei Erkältung
  • Inhalieren ist ein bekanntes Hausmittel, um die Nase zu befreien. Dafür gibt es geeignete Geräte, oder Sie füllen eine Schüssel mit heißem Wasser und ätherischen Ölen oder Kamillentee
  • Eine Nasendusche ist ebenfalls geeignet, um Schnupfensymptome zu lindern: Salzwasser wird durch die Nase gespült, befeuchtet die Schleimhäute und spült Keime und Sekret aus der Nase heraus
  • Nasentropfen oder Nasensprays mit einem abschwellenden Wirkstoff können hilfreich sein, wenn die Nase sehr stark blockiert ist
  • Wer unter einem allergischen Schnupfen leidet, kann auf antiallergische Mittel wie Antihistaminika oder antiallergische Nasensprays zurückgreifen
  • Wenn Sie oder einer Ihrer Lieben von einem Schnupfen geplagt werden, legen Sie feuchte Handtücher über die Heizung. So wird die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht und die Nasenschleimhäute nicht zu trocken

Die Ursachen für Schnupfen

Es gibt ca. 200 verschiedene Viren, die Schnupfen und Erkältung auslösen können. Erkältungsviren werden per Tröpfcheninfektion übertragen. Sie befinden sich in der Flüssigkeit, die beim Husten, Niesen und Naseputzen, aber auch beim normalen Sprechen abgesondert wird. Wenn sich der Körper mit Viren infiziert hat, reagiert er meist innerhalb der folgenden zwei Tage mit Schnupfen. Auch begleitende Symptome wie Husten, Unwohlsein, Kopfschmerzen und sogar leichtes Fieber können auftreten – ähnlich wie bei einer Grippe.

Überempfindliche Nasen sind besonders anfällig für äußere Reizstoffe oder Viren und reagieren schneller mit einem Schnupfen. Mögliche Reizstoffe wie Abgase oder scharfe Gewürze im Essen lassen die Nase laufen und lösen eine Niesattacke aus. Auch Hormone können Schnupfen verursachen: Einige Schwangere leiden unter dem sogenannten Schwangerschaftsschnupfen, der durch die hormonelle Veränderung im Körper hervorgerufen wird. Allergischer Schnupfen wird ebenfalls durch eine Überreaktion ausgelöst: Externe Stoffe reizen das Immunsystem und rufen eine allergische Rhinitis hervor – besser bekannt als Heuschnupfen.

Die Ursachen für Schnupfen

Beim Schnupfen läuft die Nase, oder?

Beim Schnupfen läuft die Nase, oder? Beim Schnupfen läuft die Nase, oder?

Schnupfen ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf Viren. Um die Nasenschleimhaut besser zu durchbluten und mit zusätzlichen Abwehrstoffen zu versorgen, werden die Blutgefäße erweitert – und die Nasenschleimhaut schwillt an. Sekret wird produziert und die Nase arbeitet auf Hochtouren, damit alle Viren abtransportiert werden. Der Schnupfen beginnt mit einem wässrigen Sekret, dem Fließschnupfen. Nach einigen Tagen verstopft die Nase und ein dickeres grünliches Sekret wird gebildet. Dieser Stockschnupfen in Kombination mit den geschwollenen Schleimhäuten sorgt dafür, dass sich die Nase „zu“ anfühlt.

Das Sekret alleine reicht jedoch nicht aus, um die Viren zu entfernen: Die Nerven auf der Schleimhaut lösen einen Niesreflex aus. Beim Niesen hebt sich das Gaumensegel an und verschließt die Verbindung zwischen Nase und Rachen. So wird das gesamte Luftvolumen in der Lunge und im Rachenraum komprimiert und ein erhöhter Druck entsteht. Beim Niesen entstehen daher Windgeschwindigkeiten auf Orkanstärke.

Doch ein Schnupfen kommt selten allein: Typische Begleiterscheinungen bei einem Schnupfen sind Erkältungssymptome wie Husten, Müdigkeit und eine leicht erhöhte Temperatur. Auch der Geschmacks- und Geruchssinn kann über mehrere Tage beeinträchtigt sein.

Sind die Viren besonders hartnäckig, kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung – einer Sinusitis – kommen. Der dort festsitzende Schleim ist eine ideale Brutstätte für Bakterien. Sie setzen sich in den Nasennebenhöhlen fest.

Hausmittel und Behandlung bei Schnupfen

Schnupfen und Erkältung werden durch Viren verursacht. Beim viralen Schnupfen ist eine ursächliche Therapie, welche die Viren abtötet, nicht möglich, sondern man kann nur versuchen, die Symptome zu lindern und die Genesung zu beschleunigen. Daher sind die nötige Ruhe und ausreichend Flüssigkeit die wichtigsten Mittel bei Erkältung.

Auch Inhalieren ist ein bekanntes Hausmittel, um die Nase zu befreien. Dafür gibt es geeignete Geräte, oder Sie füllen eine Schüssel mit heißem Wasser und ätherischen Ölen oder Kamillentee. Der heiße Dampf ist wohltuend für Ihre Nase und befeuchtet die Schleimhäute.

Eine Nasendusche ist ebenfalls geeignet, um Schnupfensymptome zu lindern: Salzwasser wird durch die Nase gespült, befeuchtet die Schleimhäute und spült Keime und Sekret aus der Nase heraus. So wird auch das Atmen erleichtert. 

Der Vorteil von Inhalation und Nasendusche ist, dass sie bei Schnupfen schnelle und sanfte Linderung verschaffen, keinen Gewöhn-Effekt haben und keine Nebenwirkungen auftreten. Nasentropfen oder Nasensprays mit einem abschwellenden Wirkstoff können hilfreich sein, wenn die Nase sehr stark blockiert ist. Diese Medikamente sollten Sie jedoch nicht länger als sieben Tage anwenden, da Ihre Nasenschleimhaut sich sonst an den Wirkstoff gewöhnt. Als Folge kommt es zu einem Rebound-Phänomen. Sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, schwellen die Schleimhäute übermäßig an. 

Bei einem Schnupfen, der nicht durch Viren ausgelöst wird, gibt es dagegen Möglichkeiten zur Bekämpfung der Ursachen. Wer unter einem allergischen Schnupfen leidet, kann auf antiallergische Mittel wie Antihistaminika oder antiallergische Nasensprays zurückgreifen. Wenn Schnupfen chronisch ist, sollten Sie zuerst den Auslöser prüfen. Ist die Ursache für einen chronischen Schnupfen anatomisch, kann ein Eingriff helfen.

Hausmittel und Behandlung bei Schnupfen Hausmittel und Behandlung bei Schnupfen

Schnupfensymptome bei Babys und Kleinkindern

Schnupfensymptome bei Babys und Kleinkindern

Kleinkinder müssen ihr Immunsystem erst noch entwickeln. Daher leiden sie häufiger unter einem Schnupfen als Erwachsene. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. In der Apotheke gibt es Nasensprays und -tropfen für Kinder und Babys für eine schnelle Abhilfe. Sobald jedoch Symptome wie Fieber auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Mehr Wohlbefinden bei Schnupfen

Wenn Sie oder einer Ihrer Lieben von einem Schnupfen geplagt werden, legen Sie feuchte Handtücher über die Heizung. So wird die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht und die Nasenschleimhäute nicht zu trocken. Auch das Einreiben mit einem Balsam mit ätherischen Ölen lassen Aufatmen – und tut einfach gut. Doch Vorsicht bei Babys und Kleinkindern. Hier sollte nur ein Balsam verwendet werden, der für Babys und Kinder ausgewiesen ist, denn häufig sind beispielsweise Campher und Menthol enthalten. Diese Substanzen sind für Babys und Kleinkinder völlig ungeeignet. Vor allem im Gesichtsbereich Ihres Babys sollten keinesfalls Produkte mit ätherischen Ölen aufgetragen werden.

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