Kürbis

Botanischer Name

Cucurbita pepo L.

Inhaltsstoffe

Fettsäuren (u.a. Linolensäure), Vitamin E, Carotinoiden, Selen, Mangan, Zink und Kupfer und Phytosterole

Geschichte

Die Heimat des Urahns des heutigen Arzneikürbisses, der Gartenkürbis, ist Amerika, insbesondere Mexiko und der Süden der USA. In Europa werden Kürbissamen in der Volksmedizin seit Jahrhunderten zur Stärkung der Blasenfunktion verwendet. Bereits im Kräuterbuch des Hieronymus Bock (Ausgabe 1577) werden Kürbissamen als Mittel gegen Nieren- und Blasenleiden, schmerzendes Wasserlassen und Harntröpfeln empfohlen. Auch gegen Bandwürmer wurden Kürbissamen schon im Mittelalter eingesetzt.

Medizinische Verwendung

Schon in Erfahrungsberichten der 1960er-Jahre wurde die beruhigende und regulierende Wirkung des Ölkürbissamens auf die Blase ("Blasentonikum") beschrieben. In der heutigen Phytotherapie werden Kürbissamen und daraus hergestellte Produkte als pflanzliche Arzneimittel bei Reizblase und Miktionsproblemen, Harninkontinenz sowie insbesondere zur symptomatischen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung verwendet.

In experimentellen Untersuchungen wurden verschiedene, sich ergänzende Wirkungen nachgewiesen:

  • Hemmung der Umwandlung von Testosteron in das für das Prostata-Wachstum notwendige Dihydrotestosteron (DHT)
  • Tonisierende Wirkung auf die Blasenmuskulatur
  • Anti-oxidative Wirkungen
  • schwach harntreibende, leicht krampflösende und entzündungshemmende Wirkung im Bereich der ableitenden Harnwege
  • Reduktion des häufigen Wasserlassens.

Sabal-Kürbis-Kapseln

Anwendungsgebiete: 

Traditionell angewendet zur Stärkung oder Kräftigung der Blasenfunktion. Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für dieses Anwendungsgebiet registriert ist.

Warnhinweise:

Enthält Lactose, Sorbitol und Sojabohnenöl. Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.