Eibisch

Botanischer Name:

Althaea officinalis L.

 

Namen aus dem Volksmund:

Heilwurzel, Schleimwurzel, Driantenwurzel, Weiße Malvenwurzel

Die englische Bezeichnung lautet marsh mallow root. Die zuckrig-süßen schaumige Leckereien, hier auch als Mäusespeck bekannt, wurden früher aus der Eibischwurzel hergestellt.

 

verwendeter Pflanzenteil: Wurzel (Althaeae radix)

Meist werden die getrockneten Wurzeln verwendet. Aber auch Zubereitungen aus den getrockneten Blättern /Althaeae folium) kommen in der Volksmedizin zum Einsatz.

 

Inhaltsstoffe:

Die Wirkung von Eibischwurzel beruht auf dem hohen Gehalt an Schleimstoffen, insbesondere Galacturonorhamnane und Arabinogalactane. Diese Polysaccharide (langkettige Zuckermoleküle) bilden eine Art Schutzschicht über der Schleimhaut und wirken so reizlindernd und beruhigend. Zu den weiteren Inhaltsstoffen gehören, Pektin, Stärke, Mono- und Disaccharide und Flavonoide.

 

Verwendung:

Eibischwurzel kommt schon seit dem Altertum als traditionelles Heilmittel zum Einsatz. Im Grab eines Neandertalers, der etwa 60.000 v. Chr. lebte, fanden Forscher Spuren von Eibisch, was darauf schließen lässt, dass bereits der frühe Mensch die Heilkraft dieser Pflanze kannte. Der griechische Arzt Hippokrates empfahl Abkochungen der Wurzel zur Wundheilung. Im Mittelalter verwendeten Ärzte wie Paracelsus und Lonicerus die Eibischwurzel als Hustenmittel, bei Magenleiden sowie bei Verbrennungen und zur Wundheilung.

In der modernen Phytotherapie wird Eibischwurzel bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, wie sie in Erkältungszeiten häufig vorkommen, eingesetzt. Sie lindern die Reizungen und den damit verbundenen trockenen Reizhusten. Auch bei leichten Magenschleimhautentzündungen kann Eibischwurzel hilfreich sein. In der Erfahrungsheilkunde wird Eibischwurzel auch äußerlich bei Entzündungen und Verbrennungen der Haut verwendet.

 

Wirkungen:

  • reizlindernd
  • hustenstillend