Cranberry

Botanischer Name:

Vaccinium macrocarpon

Namen aus dem Volksmund:

Großfrüchtige Moosbeere, Kranbeere.

verwendeter Pflanzenteil:

Früchte

Die roten Beeren sind in rohem Zustand herb und sehr sauer.

Inhaltsstoffe:

Neben reichlich Vitamin C und Mineralstoffen enthalten die Cranberries sekundäre Pflanzenstoffe vom Typ der Proanthocyanidine aus der Gruppe der Polyphenole.

Verwendung:

Cranberries sind eng verwandt mit der europäischen Preiselbeere. Beide gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Ursprünglich stammt die Cranberry aus den Hochmooren im östlichen Nordamerika. Sie wurde dort schon von den amerikanischen Ureinwohnern als Nahrungs- und Heilmittel genutzt. Den Namen Cranberry oder Kranbeere verdankt die Pflanze übrigens der Form ihrer rosa Blüten. Mit ihren zurückgebogenen Kronblättern und den lang herausstehenden Staubfäden ähneln sie dem Kopf eines Kranichs (engl.: Crane).

Mittlerweile werden Cranberries in Nordamerika in großem Stil angebaut. Geerntet werden die reifen Beeren meist mithilfe der sogenannten Nassernte. Zur Reifezeit im Herbst werden die Cranberry-Felder bis zu 45 Zentimeter hoch mit Wasser geflutet. Durch künstlich erzeugte Wasserstrudel werden die Beeren von den Sträuchern gelöst und anschließend abgesaugt. Die Beeren schwimmen an der Wasseroberfläche, da sie durch ihre vier Luftkammern genügend Auftrieb haben.

In zahlreichen klinische Studien der jüngeren Zeit wurde die Wirksamkeit von Cranberrysaft zur Prophylaxe von häufig wiederkehrenden (rezidivierenden) Harnwegsinfekten untersucht. Bisherige Erfahrungen deuten darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme die Häufigkeit von Harnwegsinfekten vermindern kann. Verantwortlich für diese Wirkung sind vermutlich die Proanthocyanidine. Sie sollen das Anhaften von Bakterien, insbesondere E. coli, an der Blasenwand verhindern und damit deren Vermehrung hemmen.