Artischocke

Botanischer Name:

Cynara scolymus L.

verwendeter Pflanzenteil:

Blätter (Cynarae folium)

Für arzneiliche Zwecke werden die Laubblätter der grundständigen Blattrosette geerntet. Wichtige Anbaugebiete liegen in Deutschland und in Frankreich.

Inhaltsstoffe:

Artischockenblätter enthalten u.a. Derivate der Caffeoylchinasäure, aber auch verdauungsanregende Bitterstoffe wie das Cynaropicrin sowie Flavonoide (z.B. Luteolin).

Verwendung:

Die Artischocke gehört zu den Distelgewächsen. Die an den Blütenköpfchen befindlichen Hüllblätter sind ebenso wie die Blütenböden ein schmackhaftes Edelgemüse. Gekocht und mit einer Vinaigrette genossen sind sie eine echte Delikatesse. Die Artischocke bereichert jedoch nicht nur den Speiseplan. Extrakte aus den Laubblättern der Artischocke können die Verdauung unterstützen. Der lateinische Name der Artischocke ist namensgebend für einen bekannten Magenbitter – den Cynar®. Die Inhaltsstoffe der Artischockenblätter regen die Produktion der Gallensäure an, verbessern so die Fettverdauung, entlasten die Leber und senken die Cholesterinwerte.

Extrakte aus Artischockenblättern werden aufgrund dieser Wirkungen bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl –insbesondere nach einer fettigen Mahlzeit - verwendet.

Galle-Dragee mit Artischocke

Anwendungsgebiete:
Traditionell angewendet zur Unterstützung der Verdauungsfunktion durch Anregung des Gallenflusses.

Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist.

Warnhinweise:
Enthält Lactose und Sucrose (Zucker). Packungsbeilage beachten.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.