Mögliche Ursachen für Verstopfungen (Obstipation)

Zwar denkt man bei Verstopfung (Obstipation) nicht sofort an starke Schmerzen, dennoch können sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Wenn die Darmentleerung lange auf sich warten lässt, der Darm also träge ist, kann der Stuhl zu hart werden und Schmerzen verursachen. Es entsteht dadurch ein Völle- und Druckgefühl. Oft treten weitere Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Doch wodurch entstehen Verstopfungen? Abtei hilft Ihnen dabei, mögliche Ursachen für Verstopfungen frühzeitig zu erkennen.

Tipps gegen Verstopfung

  • Wenn Stress der Auslöser ist, können z.B. verschiedenen Entspannungs- und Meditationsübungen das Befinden verbessern. Achten Sie auch während stressiger Phasen in Ihrem Leben auf eine ausgewogene Ernährung
  • Wenn Sie regelmäßig stärkere Medikamente einnehmen müssen und seit längerer Zeit unter Verstopfung leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Behandlung sprechen und klären, ob die Medikamente gewechselt werden können
  • Es gibt auch schonende und pflanzliche Abführmittel, die regelmäßig eingenommen werden können und langfristig gut verträglich sind
  • Gerade im Alter kann eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sehr positive Auswirkungen auf die Verdauung haben
  • Niedriger Medikamentenkonsum, eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung, viel körperliche Betätigung, und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme sind vorteilhaft zur Vermeidung von häufigen Verstopfungen

Wenn die Verdauung ins Stocken gerät

Was passiert mit Ihrer Nahrung, wenn Sie in Ihrem Mund verschwunden ist? Sie wird zerkleinert und mit Verdauungssäften durchmischt. Die enthaltenen Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden durch die Darmwand ins Blut weitergereicht. Dort stehen sie dann unseren Organen, Geweben und unserem Stoffwechsel zur Verfügung. Die nicht verwertbaren Inhaltsstoffe aber bleiben übrig. Diese werden in den Dickdarm transportiert, wo Darmbakterien den Inhalt weiter aufschließen. Schließlich beseitigt der Körper die Reste über den Stuhl. Die Spanne der normalen Darmentleerung reicht von 1-3 mal pro Tag bis 3-4 mal pro Woche. Für eine Verstopfung gibt es eine Vielzahl an möglichen Ursachen, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Wenn die Verdauung ins Stocken gerät

Häufige Ursachen für Verstopfung - Reisen

Häufige Ursachen für Verstopfung - Reisen

Laut DAK leidet jeder Dritte während einer Reise unter Verdauungsstörungen. Dabei reichen die Beschwerden von starker Verstopfung bis zu unangenehmem Durchfall. Diese Symptome werden meistens von Bauchschmerzen und Magenkrämpfen begleitet. Die Gründe für eine Reiseverstopfung sind häufig die Hektik bei der Anreise und der anschließenden Entspannung. In Stresssituationen schüttet der Körper vermehrt das Hormon Adrenalin aus, das bremsend auf die Darmtätigkeit wirken. Auch das Stresshormon Cortisol wird vermehrt produziert, was wiederum das Immunsystem beeinträchtigen kann, wodurch Viren und Bakterien ein leichteres Spiel haben. Der Zeitpunkt ist dabei besonders ungünstig, denn fremde Zutaten und Speisen in der Ernährung, andere Tagesabläufe und neue Keime belasten den Körper. Das kann zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen.

Stress als eine der Ursachen für Verstopfung

Stress kann sich auf die verschiedensten Körperregionen und -funktionen auswirken. Bei vielen Menschen besonders auf die Verdauung und damit auf den Darm. Das kann somit eine der Ursachen für Verstopfung oder umgekehrt für Durchfall sein. Diese Wirkung entsteht, weil das Gehirn sehr eng mit dem Magen-Darm-Trakt verbunden ist. Denn in unserem Magen-Darm-Trakt befindet sich ein Netzwerk aus Millionen von Nervenzellen. Das Nervensystem im Darm wird daher auch Bauchhirn genannt. Die Ursachen von Stress sind genauso unterschiedlich wie seine Auswirkungen. Stressbekämpfung ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die Analyse erfordert die Betrachtung der äußeren und inneren Aspekte. Wenn äußere Faktoren wie Reizüberflutung oder Termindruck die Ursache sind, sollten Sie sich überlegen, was Sie an Ihrem Leben verändern können, um Stress zu vermeiden. Innere Faktoren wie Prüfungsangst oder Überforderung können auch mit verschiedenen Entspannungs- und Meditationsübungen beeinflusst und verbessert werden. Achten Sie auch während stressiger Phasen in Ihrem Leben auf eine ausgewogene Ernährung. Das verringert die Chancen einer Verstopfung enorm. Am besten finden Sie für sich selbst heraus, was Ihnen bei der Stressbewältigung am besten hilft.

Stress als eine der Ursachen für Verstopfung Stress als eine der Ursachen für Verstopfung

Hormonschwankungen – oft ein Grund für eine Verstopfung

Hormonschwankungen – oft ein Grund für eine Verstopfung

Oft sind Schwankungen des Hormonspiegels der Grund für eine Verstopfung oder eine unregelmäßige Verdauung. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer, denn die Hormonschwankungen bei Frauen sind in der Schwangerschaft, den Wechseljahren oder während der Menstruation deutlich größer.

Hormone wie z.B. Progesteron führen zu einer allgemeinen Muskelentspannung. Da dieses Hormon vorwiegend in der Schwangerschaft produziert wird, leidet fast die Hälfte aller schwangeren Frauen unter Verstopfungen. Progesteron verringert demnach die Spannung der Darmmuskulatur und verlangsamt den Stuhltransport. Ein weiterer Faktor ist der Fötus, welcher den Raum im Bauch verringert, der sonst dem Darm zur Verfügung steht. Hier kann es zu Behinderungen im Abtransport des Stuhlganges kommen. Während der Periode klagt fast jede dritte Frau über das prämenstruelle Syndrom, das sich neben ziehenden Schmerzen und schlechter Stimmung auch durch Verstopfung äußern kann.

Medikamente und Nebenwirkungen

Gerade die Behandlung von schwereren Krankheiten wie Parkinson, Depressionen und Herzproblemen kann eine Reihe von Nebenwirkungen zur Folge haben. Denn die dafür verschriebenen Medikamente haben einen großen Einfluss auf unseren Körper. Mögliche Nebenwirkungen können dabei auch Verstopfungen sein. Wenn Sie regelmäßig stärkere Medikamente einnehmen müssen und seit längerer Zeit unter Verstopfung leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Behandlung sprechen und klären, ob die Medikamente gewechselt werden können. Es gibt auch schonende und pflanzliche Abführmittel, die regelmäßig eingenommen werden können und langfristig gut verträglich sind. Sprechen Sie auch hierzu am besten mit Ihrem Arzt.

Medikamente und Nebenwirkungen

Verstopfung im Alter

Verstopfung im Alter Verstopfung im Alter

Im Laufe des Lebens verändern sich viele Körperfunktionen. Es kann auch zur Verschlechterung der Verdauung kommen. Machen Sie sich dabei aber nicht zu viele Sorgen: Eine Häufigkeit des Stuhlgangs zwischen dreimal pro Tag und dreimal pro Woche ist völlig normal. Sollte sich Ihre Verdauung außerhalb dieses Rahmens bewegen, kann die Verstopfung durch verschiedene Faktoren begünstigt sein: Ein höherer Medikamentenkonsum, eine ballaststoffarme Ernährung, weniger körperliche Betätigung, eine sonstige Mangelernährung oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Da diese Faktoren im höheren Alter häufiger zutreffen, nimmt jeder Zweite über 65 Jahre regelmäßig Abführmittel ein. Sprechen Sie in einem solchen Fall am besten mit Ihrem Arzt und klären, wo er die Ursachen sieht und was Sie tun können. Oftmals kann gerade im Alter eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sehr positive Auswirkungen haben, um einer Obstipation entgegenzuwirken.

Wie bereits erläutert können Medikamente besonders in Kombination die Verdauung beeinträchtigen. Menschen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren nehmen im Schnitt zwei bis drei verschiedene, und über 80-Jährige sogar vier bis fünf verschiedene Medikamente ein. Betroffene sollten in solchen Fällen am besten mit ihrem Arzt oder Apotheker über dieses Problem sprechen. 

Eine weitere Problematik für Menschen über 65 Jahre sind chronische Erkrankungen. Laut dem Robert-Koch-Institut berichten beispielsweise bis zu 60 Prozent der Menschen, die an Diabetes leiden, von Verstopfung. Solche Krankheiten können das empfindliche Nervensystem im Magen-Darm-Trakt schädigen. Somit wird der Darm schlechter durchblutet und die Ansteuerung von Nerven wird erschwert. Häufig verlangsamt das die Bewegungen im Darm, wodurch es zu einer Verstopfung kommt.

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