Hustenarten richtig erkennen

Befinden sich Fremdkörper in unseren Atemwegen, zieht sich das Zwerchfell zusammen und die Restmenge Luft wird ruckartig aus den Atemwegen ausgestoßen. Oder kurz: wir husten. Für den Körper ist es eine Reinigungsarbeit, die wir häufig als quälend empfinden, die unsere Nachtruhe stört und die ab und an auch Grund zur Besorgnis gibt. In der Erkältungszeit sind verschiedene Hustenarten eine der häufigsten Ursachen, weswegen ein Arzt aufgesucht wird. Besonders bei Atemwegserkrankungen ist Husten ein mögliches Symptom. Dennoch können dahinter verschiedene Erkrankungen stecken, die nur durch eine Kombination verschiedener Symptome eindeutig erkannt werden können. Die Hustenart ist ein wichtiges Indiz dafür, um welche Sorte von Infekt es sich handelt. Doch in welche Arten wird unterschieden und wie genau äußern sich diese? Hierbei kann genaues Beobachten helfen. Wie entwickelt sich der Husten? Und mit welchen Begleiterscheinungen geht er einher? Mit dem richtigen Wissen können Sie schnell Rückschlüsse ziehen, an welcher der verschiedenen Hustenarten Sie leiden und mit welchen einfachen Mitteln Sie die ärztliche Behandlung unterstützen können.

Tipps für mehr Wohlgefühl während einer Erkältung

  • Viel trinken. Durch die Flüssigkeitsaufnahme werden die trockenen und sensiblen Rachenschleimhäute befeuchtet und sowohl der Halsschmerz als auch der Reizhusten lassen etwas nach. 
  • Um die Wirkung durch Trinken zu unterstützen, hilft es auch, für mehr Luftfeuchtigkeit zu sorgen: Feuchten Sie ein Handtuch an, legen Sie es auf einen Heizkörper und sorgen Sie so dafür, dass die eingeatmete Luft zur Linderung beiträgt. 
  • Weiteres Hausmittel: der Kartoffelwickel. Dafür zerdrücken Sie gekochte Kartoffeln, wickeln das Mus in ein Tuch, verpacken dieses in einen Wollschal und legen es dem Hustengeplagten so warm wie möglich auf die Brust. Lassen Sie den Wickel etwa eine Stunde einwirken. Die wohltuende Wärme sorgt für Entspannung und nimmt etwas vom Schmerz. 

Reizhusten oder produktiver Husten? So lassen sich die Hustenarten unterscheiden.

Man kann in zwei Arten von Husten unterscheiden, unabhängig von den verschiedenen möglichen Auslösern. Experten sprechen dabei zum einen von trockenem Reizhusten, zum anderen von produktivem Husten. Bei ersterem treten Hustenanfälle eher häufig auf. Das liegt vor allem an der Ursache dieser Hustenart. Bedingt durch einen Virusinfekt trocknen die Rachenschleimhäute aus und sind dadurch stark gereizt. Freigesetzte Entzündungsbodenstoffe greifen zusätzlich die trockene und gereizte Rachenschleimhaut an. Die Folge: ein sehr schmerzhafter Reizhusten-Anfall. Besonders unangenehm an dieser Hustenart ist, dass der trockene Reizhusten die Rachenschleimhäute zusätzlich austrocknet, was wiederum vermehrt zu unangenehmen Hustenanfällen führt. So befeuert das Symptom sich selbst und führt zur einer noch stärkeren Reizung der Luftwege. Nur bedingt angenehmer ist die zweite der beiden Hustenarten. Von produktivem Husten spricht man, wenn während der Erkrankung übermäßig Schleim in den Atemwegen produziert wird. In diesem Fall ist Husten tatsächlich eine nützliche Reaktion, da er dem Körper dabei hilft, übermäßigen Schleim auszuscheiden. Der produzierte Schleim bietet krankheitsauslösenden Erregern einen idealen Nährboden. Deshalb sollte bei dieser Art von Husten das Abhusten auch aktiv unterstützt werden, da es zu einer schnelleren Genesung führen kann. Die Atemwege können so besser von Schleim befreit werden. Ein Unterdrücken der Schleimabsonderung kann beim produktiven Husten für eine verzögerte Besserung des Gesundheitszustands führen.

Reizhusten oder produktiver Husten? So lassen sich die Hustenarten unterscheiden.

Wann tritt welche der beiden Hustenarten auf?

Wann tritt welche der beiden Hustenarten auf?

In der Regel folgt die eine Hustenart auf die andere. Der trockene Reizhusten ist häufig der unangenehme Start in eine Atemwegserkrankung. Dieser Husten, der meist mit den bekannten Hustenfällen einhergeht, zieht die Rachenschleimhäute immer mehr in Mitleidenschaft. Als körpereigener Schutzmechanismus wird in den Bronchien vermehrt Schleim produziert, um die angegriffenen und trockenen Schleimhäute zu befeuchten und so den Schmerz etwas zu lindern. Dennoch gibt es Atemwegserkrankungen (wie beispielsweise eine klassische Erkältung), die nicht den charakteristischen Übergang von trockenem Reizhusten hin zu produktivem Husten vorweisen. Im Regelfall tritt besonders bei Entzündungskrankheiten wie einer Kehlkopfentzündung oder bei Erkrankungen wie Keuchhusten nur der Reizhusten auf. Dabei wird vom Körper keinerlei Schleim produziert. Doch egal, unter welchem Husten Sie leiden sollten: Sie sollten immer einen Arzt aufsuchen. Nur durch eine genaue Untersuchung des Hustens in Verbindung mit anderen Symptomen kann die richtige Behandlung eingeleitet werden.

Tipps für mehr Wohlgefühl während einer Erkältung:

Auch wenn der Arztbesuch bei einer Atemwegserkrankung unausweichlich ist, können bei den verschiedenen Hustenarten auch klassische Hausmittel für Linderung sorgen. Besonders im Fall von trockenem Reizhusten ist der Klassiker auch tatsächlich am wirksamsten: viel trinken. Was sich wie ein gut gemeinter Ratschlag anhört, kann tatsächlich zu einer Verbesserung des Befindens führen. Durch die Flüssigkeitsaufnahme werden die trockenen und sensiblen Rachenschleimhäute befeuchtet und sowohl der Halsschmerz als auch der Reizhusten lassen etwas nach. Zu empfehlen sind Kräutertees, da die darin enthaltenen Gerbstoffe zusätzlich antibakteriell wirken. Um die Wirkung durch Trinken zu unterstützen, hilft es auch, für mehr Luftfeuchtigkeit zu sorgen: Feuchten Sie ein Handtuch an, legen Sie es auf einen Heizkörper und sorgen Sie so dafür, dass die eingeatmete Luft zur Linderung beiträgt. Bei produktivem Husten hilft es vor allem, das Abhusten des infektiösen Schleims aktiv zu unterstützen. Bewährt hat sich dabei das Inhalieren. Ob mit Zugabe von ätherischen Ölen oder Großmutters Variante mit Zwiebeln – beides unterstützt Sie dabei, Ihre Atemwege vom Schleim zu befreien. Ein weiteres Hausmittel gegen verschiedene Hustenarten: der Kartoffelwickel. Dafür zerdrücken Sie gekochte Kartoffeln, wickeln das Mus in ein Tuch, verpacken dieses in einen Wollschal und legen es dem Hustengeplagten so warm wie möglich auf die Brust. Lassen Sie den Wickel etwa eine Stunde einwirken. Die wohltuende Wärme sorgt für Entspannung und nimmt etwas vom Schmerz. Ruhe und Geborgenheit tun ihr Übriges dazu. Vernachlässigen Sie trotz der bewährten Hausmittel nie den Besuch beim Arzt, um für Befreiung von Husten zu sorgen und schnell wieder fit zu sein.

Tipps für mehr Wohlgefühl während einer Erkältung: Tipps für mehr Wohlgefühl während einer Erkältung:
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