Wie Sie Entspannen lernen

Fühlen Sie sich manchmal wie ein Hamster im Hamsterrad? Haben Sie verlernt, richtig zu entspannen? Entspannen heißt, körperlich und geistig zur Ruhe kommen – mit positiven Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Das ist manchmal gar nicht so leicht.

Tipps wie Sie entspannen

  • Gehen Sie raus in die Natur oder schauen Sie Naturfilme. Das Betrachten von Naturszenen wirkt angenehm.   
  • Machen Sie Sport, gehen Sie spazieren oder probieren Sie doch einmal Yoga aus. So steigern Sie Ihre körperliche Fitness und entspannen gleichzeitig. 
  • Auch Autogenes Training kann zur Entspannung beitragen. 
  • Legen Sie bewusst Entspannungspausen ein. Eine bewusste Kaffeepause, weg vom Schreibtisch, Computer und Telefon, kann Frische zurückgeben.
  • Sagen Sie keinen privaten Termin ab, nur weil der Tag stressig war. Soziale Kontakte wirken oft wie Erholung.

Wieso ist entspannen so wichtig?

Oftmals ist es ziemlich schwer einfach „abzuschalten“ und persönlichen oder beruflichen Stress zu ignorieren. Man sitzt zu Hause, grübelt über die Ereignisse des Tages nach oder kann bestimmte Aufgaben nicht loslassen. Man geht Gespräche im Kopf durch und ärgert sich darüber, dass einem erst jetzt einfällt, was man hätte sagen können. Probleme scheinen unlösbar und beschäftigen uns auch nach Feierabend. Wenn dann noch private Schwierigkeiten hinzukommen, scheint man in seinem Kopf gefangen.

Wieso ist entspannen so wichtig?

Es kommt zu Stress und innerer Unruhe

Es kommt zu Stress und innerer Unruhe

Dabei muss Stress nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Oftmals kann man unter Druck besser und effektiver arbeiten – Stress treibt uns zu Höchstleistungen an. Das liegt daran, dass Stress eigentlich eine Notfallreaktion des Körpers ist. Es wird Energie freigesetzt, um mögliche Gefahrensituationen zu meistern. Hormone wie Adrenalin oder Cortisol werden ausgeschüttet und machen uns leistungsfähiger. Um diesen Energieverbrauch zu unterstützen, verspüren manche Menschen in Stresssituationen das Bedürfnis nach sogenannter „Nervennahrung“. Der Blutdruck ist erhöht. Die Muskeln werden besser durchblutet, die inneren Organe dagegen schlechter. Weitere Funktionen des Körpers, die in diesem Moment nicht wichtig für das „Überleben“ sind, werden entsprechend gehemmt.

Stress kann zu einer allgegenwärtigen inneren Unruhe führen, die uns den Schlaf raubt. Weitere Ursachen können Überforderung, Reizüberflutung und allgemeine Hektik sein. Stress, aber auch innere Unruhe sollten kein Dauerzustand sein – ihnen kann man entgegensteuern, indem man entspannen lernt.

Entspannung heißt körperliche und geistige Ruhe

Entspannen lässt sich lernen. Indem wir Techniken entwickeln, um Körper und Geist zu beruhigen oder um mit bestimmten Situationen umzugehen, die uns erregen und das Herz zum Rasen bringen.

Dabei gibt es nicht nur bestimmte Entspannungstechniken. Es gibt auch zahlreiche Tipps, die man in den Alltag integrieren kann, um eine entspannte Grundhaltung zu erlangen, gesünder und bewusster zu Leben und sich selbst und die Umwelt besser wahrzunehmen. Dadurch wird die eigene Belastbarkeit in besonders aufreibenden Situationen erhöht und allgemeine Beschwerden, die psychosomatischer Natur sein können, können gelindert werden. Entspannung heißt für uns, dass wir wieder ruhiger und leistungsfähiger werden.

Entspannung heißt körperliche und geistige Ruhe

Naturbilder

Naturbilder

Eine Studie eines internationalen Forschungsteams belegt, dass viele Menschen das Betrachten von Naturszenen als angenehm empfinden. Hirnscans zeigen, dass die Naturaufnahmen die Synchronisierung bestimmter Hirnbereiche bewirken. Im Fachmagazin NeuroImage veröffentlichten Forscher vom Department of Neuroscience der Clinical University of Sheffield, Aufnahmen der funktionalen Magnetresonanztherapie von Probanden bei der Betrachtung verschiedene Bilder. Bei ruhigen Strandszenen vernetzten und synchronisierten sich beispielsweise bestimmte Bereiche des Gehirns. Vor allem die Hirnregion, die für die Empfindung eine maßgebliche Rolle spielt, zeigte Aktivität. Anders bei Straßenbildern. Die Umschaltung zu diesen Bildern zerstörte die Synchronisation. Also öfter mal Naturfilme anschauen!

Entspannungstechniken

Bei Entspannungstechniken unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Methoden. Zu den aktiven Entspannungstechniken zählen unter anderem Yoga, Autogenes Training und Meditation. Sinn und Zweck dieser Methoden ist es, Entspannung zu erlangen. Bei der passiven Methode ist die Entspannung nicht das hauptsächliche Ziel der Aktivität, sondern nur einer von vielen Effekten. Passive Methoden können Musik hören, spazieren gehen oder Sport sein.

Entspannungstechniken

Spazieren

Spazieren

Auch spazieren gehen kann entspannend sein. Um bestimmten Risiken wie Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen, werden 10.000 Schritte am Tag empfohlen. Koreanische und japanische Forscher fanden heraus, dass auch die Umgebung Einfluss auf die Reduzierung des Stressspiegels hat. Der Wald ist hierbei der Stadt vorzuziehen. Dies soll unter anderem daran liegen, dass man beim Waldspaziergang Substanzen einatmet, die von Pflanzen ausgeschüttet werden und die sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Hinzu kommt, dass die Luft im Wald im Allgemeinen nicht so stark belastet ist, wie in der Stadt. Waldgeruch, Sauerstoff und die Ruhe der Umgebung wirken entspannend.

Der Trendsport Yoga

Yoga steht in einer sehr langen Tradition und verbindet eine philosophische Lehre mit körperlicher Bewegung. Durch die Übungen sollen sich Körper, Seele und Geist vereinen. Bei den verschiedenen Übungen, die in einem Fluss ausgeführt werden, wird der ganze Körper in Anspruch genommen. Es gibt verschiedene Formen von Yoga, die alle ihren eigenen Schwerpunkt haben. Modernes Yoga wie es in der westlichen Welt praktiziert wird hat oftmals den Zweck die körperliche Fitness zu steigern, aber auch um zu entspannen. Die unbedingte Konzentration auf die eigene Atmung und die fließenden Übungen entspannen Körper und Geist.

Der Trendsport Yoga

Autogenes Training

Das Entspannungsverfahren Autogenes Training wurde Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Der Fokus liegt auf der Entspannung von innen heraus. Das ganze Verfahren basiert aber auf Autosuggestion und zielt auf eine Entspannung des vegetativen Nervensystems und des Körpers ab.

Weisen Sie Orten eine Funktion zu

Stress und allgemeine innere Unruhe können sich dadurch verschlimmern, dass wir schlecht (ein-) schlafen. Optimieren Sie ihren Schlafprozess, indem Sie sich schon durch eine Veränderung ihrer Gewohnheiten in die richtige geistige Verfassung bringen. Das Bett sollte nur zum Schlafen da sein. Verbannen Sie alles, was sie ablenken könnte, aus dem Schlafzimmer. Elektronische Endgeräte haben nichts auf dem Nachttisch zu suchen. So stellt sich ihr Körper schon beim Betreten des Schlafzimmers auf das Schlafen ein und jegliche Ablenkung ist außer Reichweite.

Geheimtipp: Manchmal lässt sich das Gedankenkarussell trotz aller Bemühungen nicht ausschalten. Wenn Sie nicht schlafen können, weil Sie an zu vieles denken müssen, halten Sie immer einen Zettel und Stift in greifbarer Nähe und schreiben Sie die negativen und ablenkenden Gedanken auf. Danach können Sie wunderbar einschlafen.

Mehrere kleine Entspannungseinheiten am Tag tragen zu mentaler Frische bei.

  • Reduzieren Sie Reize, die Sie stressen. Begrenzen Sie beispielsweise Ihre Zeit vor dem Computer und dem Fernsehgerät.
  • Legen Sie bewusst Entspannungspausen ein. Eine bewusste Kaffeepause, weg vom Schreibtisch, Computer und Telefon, kann Frische zurückgeben.
  • Sagen Sie keinen privaten Termin ab, nur weil der Tag stressig war. Soziale Kontakte wirken oft wie Erholung.
  • Saunieren hilft bei der Muskelentspannung und tut Ihrer Psyche gut. In Saunen der Stille, in denen nicht geredet wird, fällt die Entspannung oft leichter.
  • Hören Sie Entspannungsmusik. Der Takt von Bach oder Vivaldi entspricht beispielsweise mit 60-80 Schlägen pro Minute dem Ruhepuls des Menschen und erleichtert damit die Entspannung.
  • Egal mit welcher Methode Sie entspannen - wichtig dabei ist die richtige Atmung: Ruhig, gleichmäßig und tief.
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