Wie Sie Blähungen vorbeugen können

Auch wenn Blähungen für die Gesundheit nicht wirklich gefährlich sind, ist ein aufgeblähter Bauch doch sehr unangenehm. Wir zeigen Ihnen, wie Blähungen entstehen, welche Hausmittel dagegen helfen können und was es außerdem für die Gesundheit zu beachten gilt.

Tipps gegen Blähungen

  • Achten Sie darauf, nicht zu schnell zu essen, damit Sie nicht zu viel Luft schlucken. Essen Sie langsam und kauen Sie sorgfältig, damit der Darm weniger Arbeit hat.  
  • Eine Reihe von Lebensmitteln sollten Sie weitestgehend vermeiden, wenn Sie Probleme mit Blähungen haben. Neben Bohnen können auch noch andere Lebensmittel schuld an den Blähungen sein. Zum Beispiel frisches Brot, kohlensäurehaltige Getränke, Bananen, Beeren, Feigen sowie Zwiebeln und verschiedene Sorten Kohl. 
  • Eine Bauchmassage kann den Darm entspannen, sodass die Gase besser entweichen können. Massieren Sie immer ganz leicht im Uhrzeigersinn. 
  • Bewegung hilft! Eine effektive Übung, ist das Fahrradfahren auf dem Rücken. Bei dieser Übung können überflüssige Gase entweichen und die Verdauung wird angeregt. 
  • Eine Reihe von Lebensmitteln kann auch aktiv Blähungen vorbeugen. Hierzu gehört zum Beispiel Fenchel, Kümmel, Majoran, Anis, Löwenzahn, Gelbwurz und Koriander. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie diese Kräuter verwenden sollen, stellen Sie aus der Mischung einfach einen Tee her. 

Warum kommt es zu Blähungen?

In unserem Magen-Darm-Trakt entstehen mit jeder Verdauung auch Gase. Der überwiegende Teil der Darmgase fällt bei der Verdauung selbst an, z. B. Kohlendioxid (CO2). Wenn der saure Speisebrei aus dem Magen in den Dünndarm gelangt, wird er mit dem Sekret der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) vermengt. Dieses Sekret enthält u. a. Bikarbonat, um den sauren Magensaft zu neutralisieren, dabei entsteht Kohlendioxid. Dieses Gas wird in der Regel über das Blut in die Lunge transportiert, wo es abgeatmet wird. Die zweite Gasquelle findet sich im Dickdarm und hat ihre Ursache in der Tätigkeit von Darmbakterien, - insbesondere wenn ballaststoffreiche Kost oder große Mengen an Kohlenhydraten oder Eiweiß von den Darmbakterien zersetzt werden. Sie produzieren dabei unter anderem Wasserstoff, Methan, schwefelhaltige Gase und Kohlendioxid. Der Teil der Gase, der nicht über die Lunge abgeatmet wird, entweicht über den Darm.

Wissenschaftler haben ermittelt, dass dies durchschnittlich zwölf Mal am Tag passiert. Und das ist auch ganz normal, sofern die Blähungen nicht von Bauchschmerzen, Krämpfen, Durchfall oder Verstopfung begleitet werden. Bei einem vermehrten Abgang von Darmgasen spricht man in Medizinerkreisen vornehm von Flatulenzen, also dem manchmal hörbaren, manchmal unbemerkten Abgang von Gasen. 

Warum kommt es zu Blähungen?

Ruhig und entspannt essen, um Blähungen vorbeugen

Ruhig und entspannt essen, um Blähungen vorbeugen

Achten Sie darauf, nicht zu schnell zu essen, damit Sie nicht zu viel Luft schlucken. Essen Sie langsam und kauen Sie sorgfältig, damit der Darm weniger Arbeit hat. Denken Sie daran, dass die Verdauung schon im Mund beginnt. Bereiten Sie sich also schon frühzeitig auf das Essen vor, damit Ihnen sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammenläuft und die Enzyme dort optimal arbeiten können. Das hilft Ihnen nicht nur dabei, den Darm zu entlasten, sondern Sie essen auch automatisch nicht zu viel, was der Gesundheit förderlich ist. Dieser Tipp gilt auch für das Trinken: Nehmen Sie öfter kleine Mengen zu sich und versuchen Sie, auf Produkte mit Kohlensäure zu verzichten oder zumindest die Aufnahme zu reduzieren. Auch das Trinken von Alkohol, insbesondere Bier, kann Blähungen verursachen, ebenso kann Rauchen zu vermehrter Luftansammlung im Magen-Darm-Trakt führen. Neben den vielen weiteren negativen Folgen von Alkohol und Zigaretten sollten Sie also auch in Bezug auf Blähungen besser darauf verzichten.

Blähungen vorbeugen mit Hausmitteln

Im Folgenden wollen wir ein paar Hausmittel vorstellen, mit denen Blähungen einfach vorgebeugt und Darm sowie Bauch entlastet werden können. Eine Bauchmassage kann den Darm entspannen, sodass die Gase besser entweichen können. Massieren Sie immer ganz leicht im Uhrzeigersinn. Klassische Hausmittel, die auch bei Bauchschmerzen helfen, können das Wohlempfinden deutlich steigern – zum Beispiel warme Wickel oder eine Wärmflasche auf dem Bauch. Auch der regelmäßige Verzehr von fermentierten Milchprodukten wie Kefir, Joghurt oder Buttermilch kann dabei helfen, den Darm zu unterstützen.

Blähungen vorbeugen mit Hausmitteln

Bewegung und Sport!

Bewegung und Sport!

Bestimmt haben Sie schon einmal etwas von einem Verdauungsspaziergang gehört. In dieser Volksweisheit ist ein wichtiger Hinweis enthalten: Bewegung hilft Ihrer Gesundheit und beugt Blähungen vor. Außerdem regt das Laufen den Stoffwechsel an, was der gesamten Gesundheit hilft. Am besten bewegen Sie sich an der frischen Luft, da Sauerstoff den Stoffwechsel ankurbelt und Ihre Gesundheit verbessert. Eine weitere effektive Übung, die viele von Ihnen aus ihrer Kindheit kennen, ist das Fahrradfahren auf dem Rücken. Bei dieser Übung können überflüssige Gase entweichen und die Verdauung wird angeregt. 

Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittel, die Sie meiden sollten

Eine Reihe von Lebensmitteln sollten Sie weitestgehend vermeiden, wenn Sie Probleme mit Blähungen haben. Aufgrund des hohen Ballaststoffanteils treten nach dem Verzehr von beispielsweise Bohnen häufig Blähungen auf. Schuld daran sind die unverdaulichen Zuckerverbindungen in den Bohnen, die durch Darmbakterien zersetzt werden. Die Tatsache, dass dabei Gase gebildet werden, ist genau so wenig ungewöhnlich wie der Geruch, der dabei entstehen kann.

Neben Bohnen können auch noch andere Lebensmittel schuld an den Blähungen sein. Zum  Beispiel frisches Brot, kohlensäurehaltige Getränke, Bananen, Beeren, Feigen sowie Zwiebeln und verschiedene Sorten Kohl. Auch Zuckeraustauschstoffe, wie sie gerne in zahnfreundlichen Süßigkeiten oder verschiedenen Fertigprodukten verwendet werden, können Blähungen verursachen. 

Lebensmittelunverträglichkeiten sind gar nicht so selten und können ebenfalls zu vielen verschiedenen Symptomen führen. Dazu gehören auch die unangenehmen Blähungen. Zu Unverträglichkeiten führen am häufigsten verschiedene Getreidesorten, Fruchtzucker (Fructoseintoleranz) und Milchprodukte (Laktoseintoleranz). Diese Lebensmittel sollten Sie bei einer Unverträglichkeit natürlich vermeiden. Es ist jedoch nicht ratsam, selbst eine Diagnose zu stellen und sich ohne Rücksprache mit einem Arzt strenge Diäten aufzuerlegen. Ein Ernährungsspezialist kann zusammen mit Ihnen herausfinden, welche Lebensmittel Probleme bereiten und einen ausgewogenen Speiseplan zusammenstellen. Auch die Abtei Produkte sind entsprechend gekennzeichnet, wenn diese bei einer Lebensmittelunverträglichkeit dennoch bedenkenlos eingenommen werden können.

Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittel, die Sie meiden sollten Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittel, die Sie meiden sollten

Die richtige Ernährung gegen Blähungen

Die richtige Ernährung gegen Blähungen

Eine Reihe von Lebensmitteln kann auch aktiv Blähungen vorbeugen. Hierzu gehört zum Beispiel Fenchel, Kümmel, Majoran, Anis, Löwenzahn, Gelbwurz und Koriander. Ihre Inhaltsstoffe regen die Verdauung an, wirken krampflösend und fördern die Darmbewegung. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie diese Kräuter verwenden sollen, stellen Sie aus der Mischung einfach einen Tee her. Es gibt fertige Teemischungen oder Sie bereiten sich eine eigene Mischung mit frisch zerstoßen Gewürzen, dann kann sich die volle Kraft der ätherischen Öle gut entfalten. Auch kann bereits eine heiße Tasse Wasser pro Tag dabei helfen, den Bauch zu beruhigen. An wärmeren Tagen empfiehlt sich dagegen eher kaltes Wasser mit wenigen Tropfen Pfefferminzöl, um den Magen und den Darm zu entlasten. 

Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn die Beschwerden sehr stark sind, empfiehlt sich ein Arztbesuch, denn in manchen Fällen können auch eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Reizmagen oder andere Krankheiten zu starken Blähungen und Problemen mit dem Darm führen. Sie wollen noch mehr erfahren? Dann schauen Sie sich in unserem Ratgeber gerne auch andere Artikel rund um das Thema Verdauung, Ernährung und Gesundheit an. 

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