Fragen an Herrn Dr. Nico Landes zum Thema Beweglichkeit
Woraus bestehen unsere Knochen?
Unsere Knochen bestehen zu ca. 15 % aus Wasser, zu 25 % aus organischen Materialien und zu 60 % aus anorganischen Stoffen. Bei den organischen Materialien handelt es sich um bindegewebsartige Strukturen - diese stellen die Elastizität des Knochens sicher. Es handelt sich dabei um Eiweiße die teilweise mit Kohlenhydraten verbunden sind.
Bei den anorganischen Materialien handelt es sich größtenteils um Hydroxylapatit, das aus Calcium (und Phosphat) besteht. Dieser anorganische Anteil ist für die Festigkeit und Belastbarkeit des Knochens ausschlaggebend.
Damit wird deutlich, warum Eiweiß und auch Calcium so wichtige Nährstoffe für unsere Knochen, aber auch für die Zähne sind.
Was ist Gelatine und wie kann sie für die Gelenke wichtig sein?
Gelatine wird aus kollagenreichem Ausgangsmaterial gewonnen, wie es auch in den Knochen und im Knorpel zu finden ist. Es handelt sich dabei um ein Eiweiß mit einem hohen Anteil an den Aminosäuren Hydroxyprolin, Hydroxylysin und Arginin. Zusammen mit der Aminosäure Cystin bilden diese Aminosäuren die wesentliche Ausgangssubstanz für die Bildung von Knorpelgewebe. Werden diese Aminosäuren in ausreichendem Maße zugeführt, helfen sie, den Knorpel in den Gelenken elastisch und belastbar zu halten.
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Wie kann man seine Beweglichkeit erhalten?
Der Bewegungsapparat des Menschen ist eine wundervolle Erfindung der Natur. Er kann enorme Belastungen ebenso wie feingliedrige Bewegungsabläufe meistern.
Eine gute Beweglichkeit ist auch für das Allgemeinbefinden eine wichtige Vorraussetzung. Andererseits drohen schnell Verspannungen, die, wenn sie länger bestehen, im schlimmsten Fall zu Fehlstellungen führen können. Daher ist es wichtig, aktiv die Beweglichkeit zu erhalten oder sogar zu verbessern. Unsere moderne Lebensweise macht es uns aber nicht immer leicht. Dabei ist es ganz einfach. Um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten müssen sie bewegt werden. In der Freizeit gibt es eine Reihe an Möglichkeiten, um die Beweglichkeit zu trainieren:
- Gymnastik
- Schwimmsport
- Yoga
- Dehnübungen
Im Berufsalltag hilft bei langandauernden und monotonen körperlichen Belastungen (z. B. sitzende Tätigkeiten im Büro) oft schon eine kleine Pause mit ein paar wenigen kleinen Übungen. Insbesondere der Schulter-Nacken-Bereich wird bei vielen Bürotätigkeiten nicht ausreichend gefordert und neigt daher zu Verspannungen. Versuchen Sie auch, statt des Fahrstuhls wenn möglich öfter die Treppe zu benutzen oder machen Sie am Abend noch einen kleinen Spaziergang. Eine Reihe geeigneter Übungen für zu Hause oder die kleine Pause während der Arbeit finden Sie auf dieser Seite im Abschnitt "
Ihr Ratgeber" unter "
Tipps und Übungen".
Wie kann man Krämpfe beim Joggen möglichst vermeiden?
Das Ziehen in der Wade, das einen während des Joggens überrascht kennen viele. Im Wadenmuskel kommt es ungewollt zu einer starken Muskelanspannung, die oft mit Schmerzen verbunden ist. Die genauen Ursachen eines solchen Krampfes sind noch nicht genau bekannt. Man weiß jedoch, dass verschiedene Faktoren einen Krampf begünstigen können:
- Ein starker Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten
- Zu enge Schuhe und/oder Strümpfe
- Unzureichender Trainingszustand
- Kälte
- Muskuläre Veränderungen durch ältere Verletzungen
Nicht selten steht dem Muskel auch nicht genügend Magnesium zur Verfügung. Magnesium ist im Muskel wichtig, um die Kontraktion wieder zu lösen. Fehlt es, kann der Muskel nicht mehr richtig entspannen. Doch gerade beim Sport verliert der Körper Magnesium über den Schweiß. Daher sollte man sich vorher ausreichend mit Magnesium versorgen. Magnesiumreiche Lebensmittel sind z. B. grünes Gemüse, Pflanzensamen oder auch Wasser, das reich an Magnesium ist. Zusätzlich ist es sinnvoll, viel zu Trinken, passende Sportkleidung zu tragen und sich vor einer Belastung immer gut aufzuwärmen.
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Sport und Bewegung sind doch nur dann sinnvoll, wenn man sie häufig und regelmäßig betreibt, oder?
Es ist ganz normal, wenn man nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag keine Lust mehr hat, Sport zu treiben. Getreu dem Motto "Sport lohnt sich doch nur, wenn man ihn intensiv betreibt. Also warte ich, bis ich die Zeit dafür habe." wird es sicher nicht funktionieren.
Oft hilft es schon, sich den Termin fest in den Wochenplan einzutragen oder sich mit jemand zum Sport zu verabreden und den Sport zu einem festen Bestandteil der persönlichen Zeitplanung zu machen. Dann findet sich in aller Regel auch die Zeit dafür. Regelmäßig drei Mal pro Woche 20 Minuten reichen schon aus, etwas für sich und seinen Körper zu tun. Jede Aktivität ist besser als Nichtstun. Und für jeden findet sich heute in der Vielzahl der Angebote eine passende Aktivität oder Sportart.
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